Zurück zum Blog
Ratgeber

Angebot schreiben als Freiberufler: Vorlage & Tipps

06. Februar 202610 Min.

Warum ein professionelles Angebot über Erfolg oder Misserfolg entscheidet

Als Freiberufler ist das Angebot dein wichtigstes Akquise-Dokument. Es ist der erste richtige Berührungspunkt, an dem dein potenzieller Kunde schwarz auf weiß sieht, was du leisten kannst — und was es kostet. Ein gutes Angebot überzeugt, schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Ein schlechtes Angebot hingegen landet ungelesen im Papierkorb.

Trotzdem nehmen sich viele Freiberufler zu wenig Zeit für ihre Angebote. Das Ergebnis: Unklare Leistungsbeschreibungen, fehlende Konditionen und ein Layout, das alles andere als professionell wirkt. In diesem umfassenden Ratgeber zeigen wir dir, wie du als Freiberufler rechtssichere, überzeugende Angebote erstellst — inklusive kostenloser Vorlage und Musterformulierungen.

Angebot – Mustervorlage
Max Mustermann · Musterstraße 1 · 10115 Berlin

Firma Beispiel GmbH

Frau Erika Beispiel

Beispielweg 42

80331 München

Angebotsnummer:AG-2026-0012Datum:15. Januar 2026Gültig bis:15. Februar 2026
Angebot: Webdesign & Entwicklung
Pos.BeschreibungBetrag
1Konzeption & Wireframes1.200,00 €
2UI-Design (5 Seiten)2.400,00 €
3Frontend-Entwicklung3.600,00 €
Netto:7.200,00 €
USt. 19%:1.368,00 €
Gesamt:8.568,00 €

Zahlungsbedingungen: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Fertigstellung. Zahlungsziel: 14 Tage netto.

Dieses Angebot ist freibleibend und gültig bis zum 15. Februar 2026.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Angebot vs. Kostenvoranschlag: Was ist der Unterschied?

Bevor wir in die Details gehen, klären wir eine häufige Verwechslung:

Das Angebot (Offerte)

Ein Angebot ist eine verbindliche Willenserklärung. Wenn der Kunde es annimmt, kommt ein Vertrag zustande — zu genau den Konditionen, die im Angebot stehen. Du bist an dein Angebot gebunden, solange die Bindefrist läuft.

Der Kostenvoranschlag

Ein Kostenvoranschlag ist eine unverbindliche Schätzung der voraussichtlichen Kosten. Er darf um bis zu 15 bis 20 Prozent überschritten werden, ohne dass du den Kunden vorab informieren musst. Bei größeren Abweichungen besteht eine Informationspflicht.

Praxistipp: Als Freiberufler empfiehlt es sich, bei klar definierten Projekten ein Angebot zu schreiben und bei komplexen, schwer kalkulierbaren Projekten einen Kostenvoranschlag — mit klarer Kennzeichnung.

Der perfekte Aufbau eines Angebots

Ein professionelles Angebot folgt einer klaren Struktur. Hier sind alle Bestandteile, die dein Angebot enthalten sollte:

1. Kopfbereich mit deinen Daten

  • Dein vollständiger Name oder Firmenname
  • Adresse
  • Telefonnummer und E-Mail
  • Website
  • Steuernummer oder USt-IdNr. (bei Bedarf)
  • Logo (optional, aber empfehlenswert)

2. Empfängerdaten

  • Name des Ansprechpartners
  • Firmenname des Kunden
  • Vollständige Adresse

3. Angebotsdaten

  • Angebotsnummer: Fortlaufende Nummer zur internen Zuordnung
  • Angebotsdatum: Wann du das Angebot erstellst
  • Gültigkeitsdauer: Bis wann das Angebot gilt (z.B. 30 Tage)
  • Referenz: Projekttitel oder Bezug auf die Anfrage

4. Einleitungstext

Ein kurzer, persönlicher Text, der Bezug auf das Vorgespräch oder die Anfrage nimmt:

„Vielen Dank für das freundliche Gespräch am [Datum]. Gerne unterbreite ich Ihnen folgendes Angebot für [Projektbeschreibung]."

5. Leistungsbeschreibung

Das Herzstück deines Angebots. Beschreibe so konkret wie möglich:

  • Was du lieferst (Leistungsumfang)
  • Wie du vorgehst (Methodik, falls relevant)
  • Was nicht enthalten ist (Leistungsausschlüsse)
  • Meilensteine bei größeren Projekten

6. Preisaufstellung

  • Einzelne Positionen mit Einzelpreisen
  • Nettobetrag
  • Umsatzsteuer (oder Hinweis auf §19 UStG bei Kleinunternehmerregelung)
  • Bruttobetrag
  • Optional: Mengenrabatte oder Paketpreise

7. Konditionen

  • Zahlungsbedingungen (z.B. 14 Tage nach Rechnungsstellung)
  • Lieferzeitraum oder Projektlaufzeit
  • Reisekosten oder Zusatzkosten (falls anfallend)
  • Stornobedingungen

8. Gültigkeit und Annahme

  • Gültigkeitsdauer des Angebots
  • Wie der Kunde das Angebot annehmen kann (schriftlich, per E-Mail, Unterschrift)

9. Abschluss und Signatur

  • Freundlicher Schlusssatz
  • Dein Name und Unterschrift (digital oder handschriftlich)

Muster-Angebot: So könnte es aussehen

Hier ein vollständiges Muster-Angebot für einen Freiberufler im Bereich Webentwicklung:


Max Mustermann — Webentwicklung

Musterstraße 42, 10115 Berlin

Tel: 030 12345678 | max@mustermann.de

Steuernr.: 12/345/67890

An:

Firma Beispiel GmbH

z.Hd. Frau Schmidt

Beispielweg 1, 80331 München

Angebot Nr. ANG-2026-042

Datum: 15. Januar 2026

Gültig bis: 15. Februar 2026

Betreff: Relaunch Unternehmenswebsite

Angebot – Mustervorlage
Max Mustermann · Musterstraße 1 · 10115 Berlin

Firma Beispiel GmbH

Frau Erika Beispiel

Beispielweg 42

80331 München

Angebotsnummer:AG-2026-0012Datum:15. Januar 2026Gültig bis:15. Februar 2026
Angebot: Webdesign & Entwicklung
Pos.BeschreibungBetrag
1Konzeption & Wireframes1.200,00 €
2UI-Design (5 Seiten)2.400,00 €
3Frontend-Entwicklung3.600,00 €
Netto:7.200,00 €
USt. 19%:1.368,00 €
Gesamt:8.568,00 €

Zahlungsbedingungen: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Fertigstellung. Zahlungsziel: 14 Tage netto.

Dieses Angebot ist freibleibend und gültig bis zum 15. Februar 2026.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Sehr geehrte Frau Schmidt,

vielen Dank für das freundliche Telefonat am 10. Januar 2026. Gerne unterbreite ich Ihnen folgendes Angebot für den Relaunch Ihrer Unternehmenswebsite:

PositionBeschreibungMengeEinzelpreisGesamt
1Konzeption und Wireframes11.500,00 Euro1.500,00 Euro
2UI-Design (5 Seitentypen)12.500,00 Euro2.500,00 Euro
3Entwicklung (Next.js)14.000,00 Euro4.000,00 Euro
4CMS-Integration11.000,00 Euro1.000,00 Euro
5Testing und Go-Live1500,00 Euro500,00 Euro

Nettobetrag: 9.500,00 Euro

Umsatzsteuer (19%): 1.805,00 Euro

Bruttobetrag: 11.305,00 Euro

Leistungszeitraum: 6 Wochen ab Auftragserteilung

Zahlungsbedingungen: 50% bei Auftragserteilung, 50% bei Abnahme, jeweils zahlbar innerhalb von 14 Tagen

Nicht im Angebot enthalten: Texterstellung, Fotografie, Hosting-Kosten, laufende Wartung nach Go-Live.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe für Fragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann


Formulierungstipps für überzeugende Angebote

Die richtigen Worte machen den Unterschied. Hier sind bewährte Formulierungen für verschiedene Situationen:

Einleitung

  • „Bezugnehmend auf unser Gespräch am [Datum] freue ich mich, Ihnen folgendes Angebot unterbreiten zu dürfen."
  • „Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Gerne unterstütze ich Sie bei [Projekt] und habe die Leistungen wie besprochen zusammengestellt."
  • „Hiermit sende ich Ihnen mein Angebot." (zu unpersönlich)

Leistungsbeschreibung

  • „Im Rahmen des Projekts erstelle ich für Sie..." (aktiv, klar)
  • „Die Leistung umfasst..." (sachlich, vollständig)
  • „Ich könnte eventuell..." (unsicher, nicht vertrauenserweckend)

Preisnennung

  • „Für die beschriebenen Leistungen berechne ich einen Festpreis von..."
  • „Mein Stundensatz beträgt [Betrag] Euro netto. Basierend auf dem geschätzten Aufwand von [X] Stunden ergibt sich ein Gesamtbetrag von..."
  • „Das kostet ungefähr..." (unklar, nicht verbindlich)

Abschluss

  • „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung."
  • „Dieses Angebot ist gültig bis zum [Datum]. Für eine Beauftragung genügt Ihre schriftliche Bestätigung per E-Mail."

7 Tipps für überzeugende Angebote

1. Schnelligkeit zählt

Sende dein Angebot innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Anfrage. Je schneller, desto besser dein Eindruck — und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde jemand anderen beauftragt.

2. Auf den Kunden eingehen

Zeige im Angebot, dass du die spezifischen Bedürfnisse des Kunden verstanden hast. Vermeide Standard-Textbausteine, die nichts mit dem konkreten Projekt zu tun haben.

3. Mehrere Pakete anbieten

Eine bewährte Technik: Biete drei Pakete an (Basic, Standard, Premium). Der Kunde hat das Gefühl, die Wahl zu haben — und wählt oft das mittlere Paket.

PaketLeistungPreis
Basic3 Seiten, Standard-Design, keine Einweisung3.200 Euro
Standard (empfohlen)5 Seiten, Custom-Design, CMS-Einweisung5.415 Euro
Premium8 Seiten, Custom-Design, SEO, 3 Monate Wartung8.500 Euro

4. Nutzen statt Features beschreiben

Schreibe nicht nur, was du tust, sondern warum es dem Kunden hilft:

Statt: „Responsive Design"

Besser: „Responsive Design — Ihre Website sieht auf Smartphones, Tablets und Desktop-Monitoren gleich gut aus und erreicht Kunden auf allen Geräten"

5. Soziale Beweise einbauen

Wenn passend, erwähne kurz ähnliche Projekte oder Referenzen:

„Für die Muster GmbH haben wir ein ähnliches Projekt in 6 Wochen erfolgreich umgesetzt. Die neue Website generiert heute 40 Prozent mehr Anfragen."

6. Fristen setzen

Ein Angebot ohne Frist hat keine Dringlichkeit. Setze eine Gültigkeitsdauer von 14 bis 30 Tagen. Das motiviert den Kunden, zeitnah zu entscheiden.

7. Professionell gestalten

Verwende ein einheitliches Layout mit deinem Logo, konsistenter Typografie und sauberer Formatierung. Dein Angebot repräsentiert deine Arbeit.

Der Workflow: Von der Anfrage zum Auftrag

Phase 1: Anfrage analysieren

  • Was braucht der Kunde genau?
  • Welches Budget hat er (falls bekannt)?
  • Bis wann muss das Projekt fertig sein?
  • Gibt es besondere Anforderungen?

Phase 2: Rückfragen stellen

Stelle gezielte Fragen, bevor du ein Angebot erstellst. Das zeigt Kompetenz und vermeidet Fehlkalkulationen:

  • „Wie viele Unterseiten soll die Website haben?"
  • „Gibt es ein bestehendes Corporate Design?"
  • „Wer liefert die Inhalte (Texte, Bilder)?"
  • „Gibt es technische Anforderungen (CMS, Hosting)?"

Phase 3: Angebot erstellen

Erstelle das Angebot mit allen Pflicht-Elementen. Prüfe es gründlich auf Fehler und Vollständigkeit.

Phase 4: Angebot versenden

Sende das Angebot als PDF per E-Mail. Füge eine kurze, persönliche Nachricht hinzu.

Phase 5: Nachfassen

Wenn du nach 5 bis 7 Tagen keine Rückmeldung erhalten hast, fass höflich nach:

„Ich wollte kurz nachfragen, ob Sie mein Angebot erhalten haben und ob es noch Fragen gibt."

Phase 6: Angebot wird angenommen

Der Kunde nimmt an? Gratulation! Bestätige die Annahme schriftlich und starte das Projekt.

Phase 7: Angebot in Rechnung umwandeln

Nach Abschluss des Projekts wandelst du das Angebot in eine Rechnung um. Mit einem Rechnungsprogramm geht das mit einem Klick — alle Positionen werden automatisch übernommen.

Gültigkeit von Angeboten: Rechtliche Grundlagen

Bindefrist

Ohne ausdrückliche Angabe ist ein Angebot nach §147 BGB nur so lange gültig, wie der Empfänger unter regelmäßigen Umständen mit einer Antwort rechnen kann. In der Praxis empfiehlt es sich, eine konkrete Gültigkeitsdauer anzugeben — üblich sind 14 bis 30 Tage.

Widerruf

Ein Angebot kann grundsätzlich widerrufen werden, solange der Widerruf vor oder gleichzeitig mit dem Angebot beim Empfänger eingeht (§130 Abs. 1 Satz 2 BGB). Sobald das Angebot zugegangen ist, bist du daran gebunden.

Freibleibend-Klausel

Wenn du dich nicht binden möchtest, kannst du dein Angebot als „freibleibend" kennzeichnen. Das bedeutet, dass du nach der Annahme durch den Kunden noch entscheiden kannst, ob du den Auftrag annimmst. Übliche Formulierung: „Dieses Angebot ist freibleibend und unverbindlich."

Achtung: Eine Freibleibend-Klausel kann unprofessionell wirken. Verwende sie nur, wenn es gute Gründe gibt (z.B. stark schwankende Materialpreise).

AGB in Angeboten: Ja oder Nein?

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) können sinnvoll sein, müssen aber korrekt einbezogen werden:

Wann AGB sinnvoll sind:

  • Bei wiederkehrenden, gleichartigen Projekten
  • Wenn du klare Regelungen zu Haftung, Gewährleistung und Stornierung brauchst
  • Bei größeren Projektvolumina

Einbeziehung der AGB:

  • AGB müssen vor Vertragsschluss zugänglich gemacht werden
  • Ein Hinweis im Angebot reicht: „Es gelten meine AGB, die diesem Angebot beigefügt sind."
  • AGB müssen dem Kunden tatsächlich zugehen (Anhang, Link, Rückseite)

Typische AGB-Klauseln für Freiberufler:

  • Zahlungsbedingungen und Verzugszinsen
  • Haftungsbegrenzung
  • Nutzungsrechte an erstellten Werken
  • Stornobedingungen
  • Gerichtsstand

Vom Angebot zum Auftrag: So klappt der Übergang

Annahme durch den Kunden

Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dein Angebot unverändert annimmt. Die Annahme kann erfolgen durch:

  • Schriftliche Bestätigung (E-Mail genügt)
  • Unterschrift auf dem Angebot
  • Erteilung einer Bestellung oder eines Auftrags

Gegenvorschlag des Kunden

Wenn der Kunde Änderungen wünscht (andere Konditionen, weniger Leistungen), gilt das als Ablehnung des ursprünglichen Angebots und gleichzeitig als neues Angebot des Kunden — das du annehmen oder ablehnen kannst.

Auftragsbestätigung

Sende dem Kunden nach der Annahme eine Auftragsbestätigung, die die vereinbarten Leistungen und Konditionen nochmals zusammenfasst. Das vermeidet Missverständnisse und schafft eine klare Vertragsbasis.

Von der Auftragsbestätigung zur Rechnung

Nach Abschluss des Projekts (oder bei Teilzahlungen nach Meilensteinen) erstellst du deine Rechnung. Achte darauf, dass die Rechnungsposten mit den Angebotspositionen übereinstimmen. Mit time2invoice kannst du Angebote direkt in Rechnungen umwandeln — mit allen korrekten Pflichtangaben.

Angebotsverwaltung: Den Überblick behalten

Wenn du mehrere Angebote gleichzeitig ausschreibst, brauchst du eine gute Übersicht:

Status-Tracking

Verfolge den Status jedes Angebots:

  • Entwurf — noch nicht versendet
  • Versendet — beim Kunden zur Prüfung
  • Angenommen — Auftrag erteilt
  • Abgelehnt — nicht beauftragt
  • Abgelaufen — Gültigkeitsdauer überschritten

Conversion Rate messen

Wie viele deiner Angebote werden zu Aufträgen? Eine typische Conversion Rate für Freiberufler liegt bei 30 bis 50 Prozent. Wenn deine Rate deutlich darunter liegt, solltest du an der Qualität deiner Angebote arbeiten.

Aus Ablehnungen lernen

Frage höflich nach, warum ein Angebot abgelehnt wurde. Häufige Gründe:

  • Preis zu hoch (überlege, ob Pakete helfen)
  • Zeitrahmen passt nicht
  • Anderer Anbieter wurde bevorzugt
  • Projekt wurde verschoben oder gestrichen

Preisgestaltung: Festpreis vs. Stundensatz

Festpreis

  • Vorteil für den Kunden: Planungssicherheit, keine Überraschungen
  • Vorteil für dich: Höherer Gewinn bei effizienter Arbeit
  • Risiko: Bei Fehlkalkulation arbeitest du unter Wert
  • Geeignet für: Klar definierte Projekte mit festem Umfang

Stundensatz

  • Vorteil: Flexibilität bei Umfangsänderungen
  • Nachteil: Weniger Planungssicherheit für den Kunden
  • Geeignet für: Beratung, Support, Projekte mit unklarem Umfang

Kombination

  • Festpreis für definierte Leistungen
  • Stundensatz für Zusatzaufwand (z.B. Änderungswünsche)
  • „Änderungen und Ergänzungen, die über den beschriebenen Leistungsumfang hinausgehen, berechne ich nach Aufwand zu einem Stundensatz von [Betrag] Euro netto."

Angebotsnummern: Getrennt von Rechnungsnummern

Wichtig: Angebotsnummern sind nicht dasselbe wie Rechnungsnummern. Du solltest ein separates Nummernsystem verwenden:

  • Angebote: ANG-2026-001, ANG-2026-002, ...
  • Rechnungen (freiberuflich): FB-2026-001, FB-2026-002, ...
  • Rechnungen (gewerblich): GW-2026-001, GW-2026-002, ...

Die Rechnungsnummern müssen nach §14 UStG fortlaufend und lückenlos sein. Für Angebotsnummern gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Lückenlosigkeit — aber ein sauberes System hilft dir beim Überblick.

Angebote digital erstellen und verwalten

Professionelle Angebote per Hand oder in Word zu erstellen ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Ein Rechnungsprogramm wie time2invoice bietet dir:

  • Angebots-Vorlagen mit deinem Branding
  • Automatische Nummerierung — fortlaufend und lückenlos
  • Direkte Umwandlung vom Angebot zur Rechnung
  • PDF-Export und E-Mail-Versand in einem Klick
  • Übersicht über offene, angenommene und abgelehnte Angebote
  • Korrekte Rechnungsnummern nach den Regeln des Finanzamts

Im Vergleich kostenloser Rechnungsprogramme findest du weitere Optionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss ein Angebot als Freiberufler bestimmte Pflichtangaben enthalten?

Ein Angebot hat keine gesetzlichen Pflichtangaben wie eine Rechnung. Es empfiehlt sich aber, deine vollständigen Kontaktdaten, eine Angebotsnummer, das Datum, die Gültigkeitsdauer und eine detaillierte Leistungsbeschreibung anzugeben. Bei Nutzung der Kleinunternehmerregelung solltest du die Preise als Bruttopreise ausweisen und auf §19 UStG hinweisen.

Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?

Üblich sind 14 bis 30 Tage. Bei sehr aufwändigen Angeboten oder stark schwankenden Preisen (z.B. bei Materialkosten) können auch kürzere Fristen sinnvoll sein. Gib die Gültigkeitsdauer immer explizit an — ohne Angabe gilt die Regelung des §147 BGB.

Muss ich Umsatzsteuer im Angebot ausweisen?

Wenn du umsatzsteuerpflichtig bist, solltest du Netto- und Bruttobeträge separat ausweisen. Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weist du nur Bruttobeträge aus und ergänzt einen Hinweis wie: „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Mehr dazu in unserem Artikel über Rechnungen ohne Umsatzsteuer.

Was passiert, wenn der Kunde mein Angebot ändert?

Eine Annahme mit Änderungen gilt rechtlich als Ablehnung deines Angebots und gleichzeitig als neues Angebot des Kunden (Gegenangebot). Du bist nicht verpflichtet, die geänderten Konditionen anzunehmen. Verhandle offen und halte das Ergebnis schriftlich fest.

Kann ich ein Angebot nach dem Versand noch ändern?

Ein bereits zugegangenes Angebot ist grundsätzlich bindend. Du kannst es aber durch ein neues, aktualisiertes Angebot ersetzen — vorausgesetzt, der Kunde hat das alte noch nicht angenommen. Kommuniziere die Änderung klar und dokumentiere sie.

Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag?

Ein Angebot ist eine verbindliche Willenserklärung — bei Annahme durch den Kunden kommt ein Vertrag zustande. Ein Kostenvoranschlag ist eine unverbindliche Kostenschätzung, die um 15 bis 20 Prozent überschritten werden darf. Für klar definierte Projekte empfehlen wir ein Angebot, für komplexe Projekte mit unklarem Umfang einen Kostenvoranschlag.

Fazit: Mit professionellen Angeboten mehr Aufträge gewinnen

Ein professionelles Angebot ist mehr als ein Preiszettel — es ist dein Aushängeschild als Freiberufler. Es zeigt dem Kunden, dass du strukturiert arbeitest, transparent kommunizierst und dein Handwerk verstehst. Investiere die Zeit in ein sauberes Angebotstemplate, das du für künftige Projekte anpassen kannst.

Jetzt kostenlos registrieren bei time2invoice — und erstelle professionelle Angebote und Rechnungen in wenigen Minuten.


Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen zu Vertragsschluss und AGB wende dich an einen Rechtsanwalt.

T2

time2invoice Redaktion

Das Redaktionsteam von time2invoice schreibt über Steuern, Buchhaltung und Tools für Freiberufler und Kleinunternehmer in Deutschland.

Steuern & RechtBuchhaltungFreiberuflerKleinunternehmer

Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2026

Bleib auf dem Laufenden

Steuertipps und Updates direkt in dein Postfach

Kostenlos und jederzeit abbestellbar

Bereit, es auszuprobieren?

Starte kostenlos mit time2invoice und erlebe den Unterschied.