Angebot schreiben als Freiberufler: Vorlage & Tipps
Warum ein professionelles Angebot über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Als Freiberufler ist das Angebot dein wichtigstes Akquise-Dokument. Es ist der erste richtige Berührungspunkt, an dem dein potenzieller Kunde schwarz auf weiß sieht, was du leisten kannst — und was es kostet. Ein gutes Angebot überzeugt, schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Ein schlechtes Angebot hingegen landet ungelesen im Papierkorb.
Trotzdem nehmen sich viele Freiberufler zu wenig Zeit für ihre Angebote. Das Ergebnis: Unklare Leistungsbeschreibungen, fehlende Konditionen und ein Layout, das alles andere als professionell wirkt. In diesem umfassenden Ratgeber zeigen wir dir, wie du als Freiberufler rechtssichere, überzeugende Angebote erstellst — inklusive kostenloser Vorlage und Musterformulierungen.
Firma Beispiel GmbH
Frau Erika Beispiel
Beispielweg 42
80331 München
Angebot: Webdesign & Entwicklung
| Pos. | Beschreibung | Betrag |
|---|---|---|
| 1 | Konzeption & Wireframes | 1.200,00 € |
| 2 | UI-Design (5 Seiten) | 2.400,00 € |
| 3 | Frontend-Entwicklung | 3.600,00 € |
Zahlungsbedingungen: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Fertigstellung. Zahlungsziel: 14 Tage netto.
Dieses Angebot ist freibleibend und gültig bis zum 15. Februar 2026.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann
Angebot vs. Kostenvoranschlag: Was ist der Unterschied?
Bevor wir in die Details gehen, klären wir eine häufige Verwechslung:
Das Angebot (Offerte)
Ein Angebot ist eine verbindliche Willenserklärung. Wenn der Kunde es annimmt, kommt ein Vertrag zustande — zu genau den Konditionen, die im Angebot stehen. Du bist an dein Angebot gebunden, solange die Bindefrist läuft.
Der Kostenvoranschlag
Ein Kostenvoranschlag ist eine unverbindliche Schätzung der voraussichtlichen Kosten. Er darf um bis zu 15 bis 20 Prozent überschritten werden, ohne dass du den Kunden vorab informieren musst. Bei größeren Abweichungen besteht eine Informationspflicht.
Praxistipp: Als Freiberufler empfiehlt es sich, bei klar definierten Projekten ein Angebot zu schreiben und bei komplexen, schwer kalkulierbaren Projekten einen Kostenvoranschlag — mit klarer Kennzeichnung.
Der perfekte Aufbau eines Angebots
Ein professionelles Angebot folgt einer klaren Struktur. Hier sind alle Bestandteile, die dein Angebot enthalten sollte:
1. Kopfbereich mit deinen Daten
- Dein vollständiger Name oder Firmenname
- Adresse
- Telefonnummer und E-Mail
- Website
- Steuernummer oder USt-IdNr. (bei Bedarf)
- Logo (optional, aber empfehlenswert)
2. Empfängerdaten
- Name des Ansprechpartners
- Firmenname des Kunden
- Vollständige Adresse
3. Angebotsdaten
- Angebotsnummer: Fortlaufende Nummer zur internen Zuordnung
- Angebotsdatum: Wann du das Angebot erstellst
- Gültigkeitsdauer: Bis wann das Angebot gilt (z.B. 30 Tage)
- Referenz: Projekttitel oder Bezug auf die Anfrage
4. Einleitungstext
Ein kurzer, persönlicher Text, der Bezug auf das Vorgespräch oder die Anfrage nimmt:
„Vielen Dank für das freundliche Gespräch am [Datum]. Gerne unterbreite ich Ihnen folgendes Angebot für [Projektbeschreibung]."
5. Leistungsbeschreibung
Das Herzstück deines Angebots. Beschreibe so konkret wie möglich:
- Was du lieferst (Leistungsumfang)
- Wie du vorgehst (Methodik, falls relevant)
- Was nicht enthalten ist (Leistungsausschlüsse)
- Meilensteine bei größeren Projekten
6. Preisaufstellung
- Einzelne Positionen mit Einzelpreisen
- Nettobetrag
- Umsatzsteuer (oder Hinweis auf §19 UStG bei Kleinunternehmerregelung)
- Bruttobetrag
- Optional: Mengenrabatte oder Paketpreise
7. Konditionen
- Zahlungsbedingungen (z.B. 14 Tage nach Rechnungsstellung)
- Lieferzeitraum oder Projektlaufzeit
- Reisekosten oder Zusatzkosten (falls anfallend)
- Stornobedingungen
8. Gültigkeit und Annahme
- Gültigkeitsdauer des Angebots
- Wie der Kunde das Angebot annehmen kann (schriftlich, per E-Mail, Unterschrift)
9. Abschluss und Signatur
- Freundlicher Schlusssatz
- Dein Name und Unterschrift (digital oder handschriftlich)
Muster-Angebot: So könnte es aussehen
Hier ein vollständiges Muster-Angebot für einen Freiberufler im Bereich Webentwicklung:
Max Mustermann — Webentwicklung
Musterstraße 42, 10115 Berlin
Tel: 030 12345678 | max@mustermann.de
Steuernr.: 12/345/67890
An:
Firma Beispiel GmbH
z.Hd. Frau Schmidt
Beispielweg 1, 80331 München
Angebot Nr. ANG-2026-042
Datum: 15. Januar 2026
Gültig bis: 15. Februar 2026
Betreff: Relaunch Unternehmenswebsite
Firma Beispiel GmbH
Frau Erika Beispiel
Beispielweg 42
80331 München
Angebot: Webdesign & Entwicklung
| Pos. | Beschreibung | Betrag |
|---|---|---|
| 1 | Konzeption & Wireframes | 1.200,00 € |
| 2 | UI-Design (5 Seiten) | 2.400,00 € |
| 3 | Frontend-Entwicklung | 3.600,00 € |
Zahlungsbedingungen: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach Fertigstellung. Zahlungsziel: 14 Tage netto.
Dieses Angebot ist freibleibend und gültig bis zum 15. Februar 2026.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann
Sehr geehrte Frau Schmidt,
vielen Dank für das freundliche Telefonat am 10. Januar 2026. Gerne unterbreite ich Ihnen folgendes Angebot für den Relaunch Ihrer Unternehmenswebsite:
| Position | Beschreibung | Menge | Einzelpreis | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Konzeption und Wireframes | 1 | 1.500,00 Euro | 1.500,00 Euro |
| 2 | UI-Design (5 Seitentypen) | 1 | 2.500,00 Euro | 2.500,00 Euro |
| 3 | Entwicklung (Next.js) | 1 | 4.000,00 Euro | 4.000,00 Euro |
| 4 | CMS-Integration | 1 | 1.000,00 Euro | 1.000,00 Euro |
| 5 | Testing und Go-Live | 1 | 500,00 Euro | 500,00 Euro |
Nettobetrag: 9.500,00 Euro
Umsatzsteuer (19%): 1.805,00 Euro
Bruttobetrag: 11.305,00 Euro
Leistungszeitraum: 6 Wochen ab Auftragserteilung
Zahlungsbedingungen: 50% bei Auftragserteilung, 50% bei Abnahme, jeweils zahlbar innerhalb von 14 Tagen
Nicht im Angebot enthalten: Texterstellung, Fotografie, Hosting-Kosten, laufende Wartung nach Go-Live.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe für Fragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann
Formulierungstipps für überzeugende Angebote
Die richtigen Worte machen den Unterschied. Hier sind bewährte Formulierungen für verschiedene Situationen:
Einleitung
- ✅ „Bezugnehmend auf unser Gespräch am [Datum] freue ich mich, Ihnen folgendes Angebot unterbreiten zu dürfen."
- ✅ „Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Gerne unterstütze ich Sie bei [Projekt] und habe die Leistungen wie besprochen zusammengestellt."
- ❌ „Hiermit sende ich Ihnen mein Angebot." (zu unpersönlich)
Leistungsbeschreibung
- ✅ „Im Rahmen des Projekts erstelle ich für Sie..." (aktiv, klar)
- ✅ „Die Leistung umfasst..." (sachlich, vollständig)
- ❌ „Ich könnte eventuell..." (unsicher, nicht vertrauenserweckend)
Preisnennung
- ✅ „Für die beschriebenen Leistungen berechne ich einen Festpreis von..."
- ✅ „Mein Stundensatz beträgt [Betrag] Euro netto. Basierend auf dem geschätzten Aufwand von [X] Stunden ergibt sich ein Gesamtbetrag von..."
- ❌ „Das kostet ungefähr..." (unklar, nicht verbindlich)
Abschluss
- ✅ „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung."
- ✅ „Dieses Angebot ist gültig bis zum [Datum]. Für eine Beauftragung genügt Ihre schriftliche Bestätigung per E-Mail."
7 Tipps für überzeugende Angebote
1. Schnelligkeit zählt
Sende dein Angebot innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Anfrage. Je schneller, desto besser dein Eindruck — und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde jemand anderen beauftragt.
2. Auf den Kunden eingehen
Zeige im Angebot, dass du die spezifischen Bedürfnisse des Kunden verstanden hast. Vermeide Standard-Textbausteine, die nichts mit dem konkreten Projekt zu tun haben.
3. Mehrere Pakete anbieten
Eine bewährte Technik: Biete drei Pakete an (Basic, Standard, Premium). Der Kunde hat das Gefühl, die Wahl zu haben — und wählt oft das mittlere Paket.
| Paket | Leistung | Preis |
|---|---|---|
| Basic | 3 Seiten, Standard-Design, keine Einweisung | 3.200 Euro |
| Standard (empfohlen) | 5 Seiten, Custom-Design, CMS-Einweisung | 5.415 Euro |
| Premium | 8 Seiten, Custom-Design, SEO, 3 Monate Wartung | 8.500 Euro |
4. Nutzen statt Features beschreiben
Schreibe nicht nur, was du tust, sondern warum es dem Kunden hilft:
Statt: „Responsive Design"
Besser: „Responsive Design — Ihre Website sieht auf Smartphones, Tablets und Desktop-Monitoren gleich gut aus und erreicht Kunden auf allen Geräten"
5. Soziale Beweise einbauen
Wenn passend, erwähne kurz ähnliche Projekte oder Referenzen:
„Für die Muster GmbH haben wir ein ähnliches Projekt in 6 Wochen erfolgreich umgesetzt. Die neue Website generiert heute 40 Prozent mehr Anfragen."
6. Fristen setzen
Ein Angebot ohne Frist hat keine Dringlichkeit. Setze eine Gültigkeitsdauer von 14 bis 30 Tagen. Das motiviert den Kunden, zeitnah zu entscheiden.
7. Professionell gestalten
Verwende ein einheitliches Layout mit deinem Logo, konsistenter Typografie und sauberer Formatierung. Dein Angebot repräsentiert deine Arbeit.
Der Workflow: Von der Anfrage zum Auftrag
Phase 1: Anfrage analysieren
- Was braucht der Kunde genau?
- Welches Budget hat er (falls bekannt)?
- Bis wann muss das Projekt fertig sein?
- Gibt es besondere Anforderungen?
Phase 2: Rückfragen stellen
Stelle gezielte Fragen, bevor du ein Angebot erstellst. Das zeigt Kompetenz und vermeidet Fehlkalkulationen:
- „Wie viele Unterseiten soll die Website haben?"
- „Gibt es ein bestehendes Corporate Design?"
- „Wer liefert die Inhalte (Texte, Bilder)?"
- „Gibt es technische Anforderungen (CMS, Hosting)?"
Phase 3: Angebot erstellen
Erstelle das Angebot mit allen Pflicht-Elementen. Prüfe es gründlich auf Fehler und Vollständigkeit.
Phase 4: Angebot versenden
Sende das Angebot als PDF per E-Mail. Füge eine kurze, persönliche Nachricht hinzu.
Phase 5: Nachfassen
Wenn du nach 5 bis 7 Tagen keine Rückmeldung erhalten hast, fass höflich nach:
„Ich wollte kurz nachfragen, ob Sie mein Angebot erhalten haben und ob es noch Fragen gibt."
Phase 6: Angebot wird angenommen
Der Kunde nimmt an? Gratulation! Bestätige die Annahme schriftlich und starte das Projekt.
Phase 7: Angebot in Rechnung umwandeln
Nach Abschluss des Projekts wandelst du das Angebot in eine Rechnung um. Mit einem Rechnungsprogramm geht das mit einem Klick — alle Positionen werden automatisch übernommen.
Gültigkeit von Angeboten: Rechtliche Grundlagen
Bindefrist
Ohne ausdrückliche Angabe ist ein Angebot nach §147 BGB nur so lange gültig, wie der Empfänger unter regelmäßigen Umständen mit einer Antwort rechnen kann. In der Praxis empfiehlt es sich, eine konkrete Gültigkeitsdauer anzugeben — üblich sind 14 bis 30 Tage.
Widerruf
Ein Angebot kann grundsätzlich widerrufen werden, solange der Widerruf vor oder gleichzeitig mit dem Angebot beim Empfänger eingeht (§130 Abs. 1 Satz 2 BGB). Sobald das Angebot zugegangen ist, bist du daran gebunden.
Freibleibend-Klausel
Wenn du dich nicht binden möchtest, kannst du dein Angebot als „freibleibend" kennzeichnen. Das bedeutet, dass du nach der Annahme durch den Kunden noch entscheiden kannst, ob du den Auftrag annimmst. Übliche Formulierung: „Dieses Angebot ist freibleibend und unverbindlich."
Achtung: Eine Freibleibend-Klausel kann unprofessionell wirken. Verwende sie nur, wenn es gute Gründe gibt (z.B. stark schwankende Materialpreise).
AGB in Angeboten: Ja oder Nein?
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) können sinnvoll sein, müssen aber korrekt einbezogen werden:
Wann AGB sinnvoll sind:
- Bei wiederkehrenden, gleichartigen Projekten
- Wenn du klare Regelungen zu Haftung, Gewährleistung und Stornierung brauchst
- Bei größeren Projektvolumina
Einbeziehung der AGB:
- AGB müssen vor Vertragsschluss zugänglich gemacht werden
- Ein Hinweis im Angebot reicht: „Es gelten meine AGB, die diesem Angebot beigefügt sind."
- AGB müssen dem Kunden tatsächlich zugehen (Anhang, Link, Rückseite)
Typische AGB-Klauseln für Freiberufler:
- Zahlungsbedingungen und Verzugszinsen
- Haftungsbegrenzung
- Nutzungsrechte an erstellten Werken
- Stornobedingungen
- Gerichtsstand
Vom Angebot zum Auftrag: So klappt der Übergang
Annahme durch den Kunden
Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dein Angebot unverändert annimmt. Die Annahme kann erfolgen durch:
- Schriftliche Bestätigung (E-Mail genügt)
- Unterschrift auf dem Angebot
- Erteilung einer Bestellung oder eines Auftrags
Gegenvorschlag des Kunden
Wenn der Kunde Änderungen wünscht (andere Konditionen, weniger Leistungen), gilt das als Ablehnung des ursprünglichen Angebots und gleichzeitig als neues Angebot des Kunden — das du annehmen oder ablehnen kannst.
Auftragsbestätigung
Sende dem Kunden nach der Annahme eine Auftragsbestätigung, die die vereinbarten Leistungen und Konditionen nochmals zusammenfasst. Das vermeidet Missverständnisse und schafft eine klare Vertragsbasis.
Von der Auftragsbestätigung zur Rechnung
Nach Abschluss des Projekts (oder bei Teilzahlungen nach Meilensteinen) erstellst du deine Rechnung. Achte darauf, dass die Rechnungsposten mit den Angebotspositionen übereinstimmen. Mit time2invoice kannst du Angebote direkt in Rechnungen umwandeln — mit allen korrekten Pflichtangaben.
Angebotsverwaltung: Den Überblick behalten
Wenn du mehrere Angebote gleichzeitig ausschreibst, brauchst du eine gute Übersicht:
Status-Tracking
Verfolge den Status jedes Angebots:
- Entwurf — noch nicht versendet
- Versendet — beim Kunden zur Prüfung
- Angenommen — Auftrag erteilt
- Abgelehnt — nicht beauftragt
- Abgelaufen — Gültigkeitsdauer überschritten
Conversion Rate messen
Wie viele deiner Angebote werden zu Aufträgen? Eine typische Conversion Rate für Freiberufler liegt bei 30 bis 50 Prozent. Wenn deine Rate deutlich darunter liegt, solltest du an der Qualität deiner Angebote arbeiten.
Aus Ablehnungen lernen
Frage höflich nach, warum ein Angebot abgelehnt wurde. Häufige Gründe:
- Preis zu hoch (überlege, ob Pakete helfen)
- Zeitrahmen passt nicht
- Anderer Anbieter wurde bevorzugt
- Projekt wurde verschoben oder gestrichen
Preisgestaltung: Festpreis vs. Stundensatz
Festpreis
- Vorteil für den Kunden: Planungssicherheit, keine Überraschungen
- Vorteil für dich: Höherer Gewinn bei effizienter Arbeit
- Risiko: Bei Fehlkalkulation arbeitest du unter Wert
- Geeignet für: Klar definierte Projekte mit festem Umfang
Stundensatz
- Vorteil: Flexibilität bei Umfangsänderungen
- Nachteil: Weniger Planungssicherheit für den Kunden
- Geeignet für: Beratung, Support, Projekte mit unklarem Umfang
Kombination
- Festpreis für definierte Leistungen
- Stundensatz für Zusatzaufwand (z.B. Änderungswünsche)
- „Änderungen und Ergänzungen, die über den beschriebenen Leistungsumfang hinausgehen, berechne ich nach Aufwand zu einem Stundensatz von [Betrag] Euro netto."
Angebotsnummern: Getrennt von Rechnungsnummern
Wichtig: Angebotsnummern sind nicht dasselbe wie Rechnungsnummern. Du solltest ein separates Nummernsystem verwenden:
- Angebote: ANG-2026-001, ANG-2026-002, ...
- Rechnungen (freiberuflich): FB-2026-001, FB-2026-002, ...
- Rechnungen (gewerblich): GW-2026-001, GW-2026-002, ...
Die Rechnungsnummern müssen nach §14 UStG fortlaufend und lückenlos sein. Für Angebotsnummern gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Lückenlosigkeit — aber ein sauberes System hilft dir beim Überblick.
Angebote digital erstellen und verwalten
Professionelle Angebote per Hand oder in Word zu erstellen ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Ein Rechnungsprogramm wie time2invoice bietet dir:
- Angebots-Vorlagen mit deinem Branding
- Automatische Nummerierung — fortlaufend und lückenlos
- Direkte Umwandlung vom Angebot zur Rechnung
- PDF-Export und E-Mail-Versand in einem Klick
- Übersicht über offene, angenommene und abgelehnte Angebote
- Korrekte Rechnungsnummern nach den Regeln des Finanzamts
Im Vergleich kostenloser Rechnungsprogramme findest du weitere Optionen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ein Angebot als Freiberufler bestimmte Pflichtangaben enthalten?
Ein Angebot hat keine gesetzlichen Pflichtangaben wie eine Rechnung. Es empfiehlt sich aber, deine vollständigen Kontaktdaten, eine Angebotsnummer, das Datum, die Gültigkeitsdauer und eine detaillierte Leistungsbeschreibung anzugeben. Bei Nutzung der Kleinunternehmerregelung solltest du die Preise als Bruttopreise ausweisen und auf §19 UStG hinweisen.
Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?
Üblich sind 14 bis 30 Tage. Bei sehr aufwändigen Angeboten oder stark schwankenden Preisen (z.B. bei Materialkosten) können auch kürzere Fristen sinnvoll sein. Gib die Gültigkeitsdauer immer explizit an — ohne Angabe gilt die Regelung des §147 BGB.
Muss ich Umsatzsteuer im Angebot ausweisen?
Wenn du umsatzsteuerpflichtig bist, solltest du Netto- und Bruttobeträge separat ausweisen. Als Kleinunternehmer nach §19 UStG weist du nur Bruttobeträge aus und ergänzt einen Hinweis wie: „Gemäß §19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Mehr dazu in unserem Artikel über Rechnungen ohne Umsatzsteuer.
Was passiert, wenn der Kunde mein Angebot ändert?
Eine Annahme mit Änderungen gilt rechtlich als Ablehnung deines Angebots und gleichzeitig als neues Angebot des Kunden (Gegenangebot). Du bist nicht verpflichtet, die geänderten Konditionen anzunehmen. Verhandle offen und halte das Ergebnis schriftlich fest.
Kann ich ein Angebot nach dem Versand noch ändern?
Ein bereits zugegangenes Angebot ist grundsätzlich bindend. Du kannst es aber durch ein neues, aktualisiertes Angebot ersetzen — vorausgesetzt, der Kunde hat das alte noch nicht angenommen. Kommuniziere die Änderung klar und dokumentiere sie.
Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag?
Ein Angebot ist eine verbindliche Willenserklärung — bei Annahme durch den Kunden kommt ein Vertrag zustande. Ein Kostenvoranschlag ist eine unverbindliche Kostenschätzung, die um 15 bis 20 Prozent überschritten werden darf. Für klar definierte Projekte empfehlen wir ein Angebot, für komplexe Projekte mit unklarem Umfang einen Kostenvoranschlag.
Fazit: Mit professionellen Angeboten mehr Aufträge gewinnen
Ein professionelles Angebot ist mehr als ein Preiszettel — es ist dein Aushängeschild als Freiberufler. Es zeigt dem Kunden, dass du strukturiert arbeitest, transparent kommunizierst und dein Handwerk verstehst. Investiere die Zeit in ein sauberes Angebotstemplate, das du für künftige Projekte anpassen kannst.
Jetzt kostenlos registrieren bei time2invoice — und erstelle professionelle Angebote und Rechnungen in wenigen Minuten.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen zu Vertragsschluss und AGB wende dich an einen Rechtsanwalt.
time2invoice Redaktion
Das Redaktionsteam von time2invoice schreibt über Steuern, Buchhaltung und Tools für Freiberufler und Kleinunternehmer in Deutschland.
Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2026
Bleib auf dem Laufenden
Steuertipps und Updates direkt in dein Postfach